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Archiv für den Tag ‘OS X’

Binerus 3D Image Commander

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3d_image_commander.jpgDer 3D Image Commander von Binerus verspricht das professionelle Erstellen von edlen Thumbnails in 3D-Optik. Eine Sharewareversion kann auf der Seite des Herstellers heruntergeladen werden.

Nachdem ich das Programm heruntergeladen und installiert habe, tut sich vor mir eine recht schlicht und in Englisch gehaltene Benutzeroberfläche im momentan ja allseits bekannten Apple-Look auf. In der Navigationsleiste am oberen Rand hat man die Möglichkeit, ein neues Bild hinzuzufügen, die aktuelle Arbeit zu verwerfen und das momentan bearbeitete Bild zuzuschneiden. In der Werkzeugpalette am rechten Rand sind darüber hinaus die folgenden Werkzeuge verfügbar: Rahmen (mit Ecken, Radius, Linienstil und Schatten), Hintergrundfarbe, Reflektion, Rotation und Beugung.

Ich probiere die Funktion “Bild hinzufügen” aus und benutze dafür meinen aktuellen Desktophintergrund. Dieser erscheint nun in der Mitte der Arbeitsfläche inklusive der voreingestellten 3D-Optionen. Will heißen, er ist leicht nach hinten rotiert, hat einen weißen Rahmen mit zwei verschiedenen Eckenstilen und reflektiert auf dem schwarzen Hintergrund. Das sieht an sich ganz schick aus. Ich spiele ein bisschen an den verfügbaren Werkzeugen herum und habe sehr schnell alles durchprobiert. Danach wende ich mich dem Zuschneiden-Tool zu und bemerke das große Manko dieser Software: Da ich auch nach langer Suche keine Funktion gefunden hatte, mit der man die Größe des ausgegebenen Bildes manipulieren konnte, kommt dieses auch nur bei bestimmten Inputgrößen einigermaßen scharf daher. Besonders hinderlich war das, als ich versucht habe, ein schickes 3D-Bild aus einer 100×100-px-Grafik zu erstellen. Das Ergebnis war gelinde gesagt bescheiden. Erwähnen will ich dabei allerdings noch, dass der Output immerhin in vier verschiedenen Formaten (PNG, JPG, GIF, BMP) und mit Transparenz möglich ist.

Alles in allem ist der 3D Image Commander ein Grafiktool, das weniger bietet, als es zunächst den Anschein macht. Zur Erstellung hübscher Thumbnails für ausreichend große Grafiken und Bilder eignet es sich gut, wobei der Output bei entsprechend kleinen und zu großen Inputgrößen leider unscharf und damit eher hässlich wird. Eine Vollversion der Software kann für $ 39,95 (umgerechnet ca. 30 €) erworben werden und läuft auf Windows oder Mac.

Gesamtwertung:
Benutzerfreundlichkeit: befriedigend
Optik: gut
Aktualität: befriedigend
Funktionalität: befriedigend
Preis-Leistungs-Verhältnis: mangelhaft

Verfasst von max

23. Juni 2009 um 11:44

KeePass

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keepass_large.jpgKeePass ist heutzutage der Quasi-Standard zur sicheren Passwortverwaltung. Aktuell gibt es das Programm in den Versionen 1.16 und 2.07. Auf http://keepass.info kann man sich beide Versionen sowohl als Installer für Windows-Systeme als auch als ZIP-Archiv (für das keine weitere Installation nötig ist) herunterladen. Die Version 2.07 setzt dabei zwar entweder das .NET-Framework von Windows oder eine installierte Distribution von Mono voraus, läuft dafür (bei Mono) aber auch unter Linux, Mac OS X und BSD.

Ich entscheide mich für die Version 1.16, weil ich (aus eigener Erfahrung) keine Lust auf eine Installation von .NET habe. Dazu besorge ich mir noch die deutsche Übersetzung. Da ich mir die Standalone-Variante ohne Installation heruntergeladen habe, muss ich lediglich das Archiv extrahieren und die KeePass.exe ausführen. Das Programm läuft. Soweit schonmal wunderbar. Ich lege eine neue Datenbank an, zu der ich auch direkt ein Master-Passwort angeben muss. Ein Balken unter dem Eingabefeld zeigt mir durch Farbton und Länge an, wie sicher das von mir gewählte Passwort ist.

Die (noch leere) Datenbank wird geöffnet und ist praktischerweise direkt unterteilt in die Kategorien Windows, Network, E-Mail, Internet und Homebanking. Ich lege mir für die Internet-Kategorie ein paar Einträge an. Innerhalb der Einträge kann man seinen Benutzernamen, Passwort, die betreffende URL, eigene Kommentare und sogar eine Ablaufzeit angeben. Die Passwörter selbst werden in KeePass nicht angezeigt, sondern müssen mittels eines Kopierbefehls in die Zwischenablage befördert werden. So kann einem keiner unbemerkt beim Passwort-Nachschauen über die Schulter gucken.

Will man sich bei geöffnetem KeePass schnell mal einen Kaffee holen und vertraut den Kollegen nicht so richtig, kann man die Arbeitsfläche sperren, wobei zum Entsperren das Master-Passwort benötigt wird. Weitere nützliche Features sind der Passwort-Generator, der nach eigenen Vorgaben (mehr oder weniger) todsichere Passwörter bastelt und der TAN-Assistent.

KeePass benutzt zum Verschlüsseln der Datenbanken (wie viele Banken) die derzeit sichersten Methoden AES und Twofish. Laut Herstellerangaben würde ein Angriff auf eine Datenbank mit allen Computern der Welt immer noch länger brauchen als das Universum existiert. Hört sich doch sehr beruhigend an :-). Insgesamt macht KeePass einen überaus professionellen und durchdachten Eindruck und ist ein wirklich nützliches Tool für alle, denen hier und da schon einmal ein Passwort entfällt oder die ihre Passwortsicherheit im Internet verbessern wollen. Die Hilfe ist übersichtlich und leicht verständlich, aber leider nicht auf Deutsch verfügbar. Und wem das eigentliche KeePass nicht reicht, der kann sich an einer oder mehreren der zahlreichen Extensions vergreifen.

Gesamtwertung:
Benutzerfreundlichkeit: gut
Optik: gut
Aktualität: sehr gut
Funktionalität: sehr gut
Verfügbarkeit: sehr gut

Verfasst von max

9. Juni 2009 um 11:03