Archiv für den Tag ‘Balesio’
balesio ALLCapture
Mittels ALLCapture von balesio ist es möglich, seine Bildschirmaktionen in Echtzeit abzufilmen. Der entstandene Film kann in gängigen Videoformaten oder - fürs Internet optimiert - als Flash-Movie abgespeichert werden. Dies eignet sich vor allem zur Erstellung von Tutorials und Demos. Mittels eines speziellen Add-Ins ist es zudem möglich, PowerPoint in Flash zu konvertieren.
Nachdem ich das Programm erfolgreich installiert habe, wähle ich im Dateimenü den Punkt Neues Projekt. Es erscheint ein Fenster, in dem ich dazu aufgefordert werde, die Einstellungen für mein neues Video zu konfigurieren. Als Auflösung wähle ich 640 x 480. Die weiteren Optionen, bei denen ich vorerst einmal auf die Standardeinstellungen vertraue, sind Bildrate, Soundaufnahme, Mauszeigeraktivität, Aufnahmelimit und Extras. Nach dem Bestätigen minimiert sich das Programm und auf meinem Bildschirm erscheint ein roter Kasten in der Größe meiner gewählten Auflösung. In der oberen linken Ecke befinden sich zudem einige Steuerbuttons. Ich entscheide mich für Aufnahme. Die Steuerbuttons verschwinden und ich spiele ein bisschen auf meinem Desktop herum. Ein Klick hier, ein verschobenes Fenster da, dann tätige ich einen Klick auf Stopp am unteren Bildschirmrand, was die Aufnahme beendet. Das Programm wird wieder maximiert und ich sehe den Bearbeitungsmodus vor mir. Ich bin ehrlich erstaunt, wie intuitiv, schnell und problemlos ich mein erstes Video erstellt habe.
Im Bearbeitungsmodus werden alle Spuren mit ihren aufgenommenen Frames angezeigt, darunter das entsprechend der Auswahl aktuelle Bild des Videos. Hier besteht die Möglichkeit, Frames zu kopieren, zu löschen oder einzufügen. Darüber hinaus kann man in einzelne Frames Figuren und Notizen (z. B. in Form von Sprechblasen) einfügen. Auch an dieser Stelle möchte ich noch einmal auf die besondere Eignung für Tutorials und Demos hinweisen. Effekte für den Übergang zwischen einzelnen Frames sind ebenfalls verfügbar. Da ich einen möglichst umfassenden Überblick über die Funktionen des Bearbeitungsmodus gewinnen will, werfe ich einen Blick in die Hilfe. Diese ist äußerst ausführlich und anschaulich gestaltet und stellt mich absolut zufrieden.
Ein Export des bearbeiteten Videos ist in vier Formate möglich: Flash, EXE, ASF für Windows Media Player und MPEG. Die ersten beiden Dateitypen überzeugen durch eine exzellente Qualität, während die Ausgabequalität bei ASF (Advanced Streaming Format, speziell auf Streaming ausgelegt) und MPEG formatbedingt ein wenig leidet.
ALLCapture von balesio ist eine sehr intuitive und benutzerfreundliche Software, die eine hohe Qualität bietet. Sie ist verfügbar für Windows XP und Vista. Eine Testversion kann auf der Website des Herstellers heruntergeladen werden. Die Vollversion ist ab einem Normalpreis von 338 € verfügbar.
| Gesamtwertung: | |
| Benutzerfreundlichkeit: | gut |
| Optik: | gut |
| Aktualität: | gut |
| Funktionalität: | sehr gut |
| Preis-Leistungs-Verhältnis: | befriedigend |
balesio TurboDemo 7.5
Mittels TurboDemo von balesio ist es kinderleicht, Demos zu Websites, Programmen oder auch eLearning-Content zu erstellen. Das ganze basiert dabei auf der Erstellung eines Foliensatzes aus Screenshots, was ich einmal genauer unter die Lupe genommen habe.
Nach Installation und Start der Testversion werde ich zunächst nach der Standardgröße meiner Screenshots gefragt, wofür ich einfach meine Bildschirmauflösung angebe. Im Anschluss werde ich darüber informiert, welche Möglichkeiten bestehen, einen Screenshot aufzunehmen. Dies kann mittels eines bestimmten Tastendrucks, durch einen linken und/oder rechten Mausklick, oder auch automatisch in bestimmten Zeitabständen geschehen. Ich entscheide mich hier für die Linker-Mausklick-Variante.
Nach dem Start des Programms passe ich den Aufnahmebereich mittels Strg+Umschalt+R an meine aktuell aktive Applikation (meinen Internet-Browser) an und drücke die Aufnahme-Taste. Nun kann ich mir meine Demo “zusammenklicken”, wobei TurboDemo bei jedem linken Mausklick einen Screenshot erstellt. Durch die “Druck”-Taste auf meiner Tastatur beende ich die Aufnahme und bekomme dann den erstellten Foliensatz zu sehen, der aus insgesamt 12 Folien besteht.
Mit einem Doppelklick auf eine Folie kann man diese näher bearbeiten. Unter anderem ist es möglich, Sprechblasen, Anmerkungen, Bilder, Flash-Animationen und Quizfragen zu einer Folie hinzuzufügen. Das alles ist dabei mit mehreren Stilvorlagen möglich. Zudem ist es möglich, einige Eingangs- und Ausgangseffekte für die Folien zu definieren, was den meisten schon durch Microsoft PowerPoint bekannt sein sollte.
Nachdem ich den Screenshotsatz zu meiner Zufriedenheit bearbeitet habe, exportiere ich diesen als SWF-Datei. Weitere Möglichkeiten sind hier z. B. der Export als Java-Applet, EXE-Datei, GIF-Animation, ASF für Windows Media Player oder als AVI-Video. Das Ergebnis meiner Arbeit kann durch einen Klick auf den folgenden Link bewundert werden ;-).
Nicht unerwähnt lassen möchte ich auch die Möglichkeit, sowohl Sreenshots als auch Sounds aufzunehmen. So kann man seine Bildschirmaktionen quasi live kommentieren.
TurboDemo ist ein hübsches und überaus nützliches Tool, bei dem die Ausgabe zwar noch ein wenig schicker daherkommen könnte, ihren Zweck aber voll und ganz erfüllt. Eine Testversion ist unter www.turbodemo.com zum Download bereitgestellt. Die Standardversion kann ab 199 € (Aktionspreis für eine Einzelplatzlizenz) käuflich erworben werden.
| Gesamtwertung: | |
| Benutzerfreundlichkeit: | sehr gut |
| Optik: | befriedigend |
| Aktualität: | gut |
| Funktionalität: | gut |
| Preis-Leistungs-Verhältnis: | ausreichend |
balesio FILEminimizer Office 5
Der FILEminimzer Office 5.0 von balesio verspricht Komprimierungsraten von bis zu 98 % für Microsoft Word-, Excel- oder PowerPoint-Dateien. Grund genug für uns, dieses Produkt einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.
Die Installation erfolgt erfreulich schnell und nimmt sehr wenig Platz (bei mir ca. 8 MB) auf der Festplatte in Anspruch. Nach dem Start erkunde ich dann zunächst einmal alle verfügbaren Funktionen. Im Hauptbereich des Programms lassen sich Dateien zu einer Liste hinzufügen, die dann alle auf einen Schlag optimiert werden können. Die entsprechenden Einstellungen für diese Optimierung kann man darunter festlegen. Neben drei vorgegebenen Profilen - starke, Standard- und leichte Komprimierung - besteht auch die Möglichkeit zur benutzerdefinierten Einstellung. Hierbei können die Bildschirmauflösung, für die optimiert werden soll, die JPEG-Qualität und die Qualität für DOC- und XSLX-Dateien festgelegt werden. Desweiteren gibt es eine integrierte Suchfunktion für Office-Dateien (inklusive Größen-, Datums- und Formatfilter), sowie Add-ins für Outlook, PowerPoint, Word, Excel und den Windows Explorer. So können Dateianhänge bei E-Mails z. B. vor dem Versenden automatisch optimiert werden. Am Ende meiner ersten Erkundungstour bringe ich noch in Erfahrung, dass es den FILEminimizer auch in einer Compact Edition gibt, die direkt von CD oder USB-Stick läuft. Mobile Optimierung sozusagen ;-).
Als nächstes folgt der Funktionscheck. Der Hersteller verkündet auf seiner Website, dass die Größe einer 50 MB großen Office-Datei mit dem FILEminimizer auf 1 MB reduziert werden kann. Auf den ersten Blick eine wagemutige Behauptung, die erst noch bewiesen werden will. Ich fange allerdings etwas kleiner an und nehme mir erst einmal eine PowerPoint-Datei moderater Größe von meiner Festplatte her. Bei Standard-Komprimierung werden 3,2 MB so auf 3,02 MB verkleinert, was einer Optimierungsrate von 5,5 % entspricht. Bei starker Komprimierung steigt diese Rate immerhin auf 20 % an und die Größe der optimierten Datei beträgt nun 2,56 MB. Naja, das geht aber noch besser…
Nach weiteren Tests, bei denen ich ein bisschen mit unterschiedlichen Office-Formaten und Dateigrößen herumspiele geht es dann an die finale Bewährungsprobe: Ich bastele mir eine 66,63 MB große Word-Datei zusammen und schicke diese bei Standard-Komprimierung durch den Optimierer. Das Ergebnis überzeugt: 94,1 % Optimierungsrate bei einer Ausgabegröße von 3,88 MB. Nicht übel, muss ich sagen! Bei starker Komprimierung kommt die Datei sogar auf 1,36 MB (97,9 %) heraus. Damit ist klar, dass der FILEminimizer absolut hält, was er verspricht :-). Der Qualitätsverlust liegt dabei zudem in vollkommen akzeptablen Grenzen.
Der einzige Wehrmutstropfen bei diesem hilfreichen Programm ist ein Problem mit OpenOffice-Dokumenten, die in Microsoft-Office-Formaten gespeichert wurden. Bei diesen bekam ich nämlich regelmäßig - entgegen den Versprechen des Herstellers - die Fehlermeldung “0.0 is not a valid floating point value” ausgespuckt. Von Optimierung oder einer Ausgabedatei war nicht viel zu sehen. Das ist ein wenig schade, lässt sich aber sicherlich in kommenden Versionen beheben.
Alles in allem ist der balesio FILEminimizer ein exzellentes Optimierungstool mit einer beeindruckenden Komprimierungsrate und einem Qualitätsverlust, der sich in absolut ansehnlichen Grenzen hält. Ein kleiner Kritikpunkt ist, wie oben angesprochen, die Problematik bei der Arbeit mit OpenOffice (zumindest bei unserer Testversion). Das Programm gibt es als Testversion mit 12 freien Dateioptimierungen auf der Website von Balesio und ist für 34,95 € käuflich zu erwerben.
| Gesamtwertung: | |
| Benutzerfreundlichkeit: | sehr gut |
| Optik: | gut |
| Aktualität: | sehr gut |
| Funktionalität: | befriedigend |
| Preis-Leistungs-Verhältnis: | gut |
