Archiv für die Kategorie ‘Testberichte’
Lavasoft Ad-Aware Free
Ad-Aware von Lavasoft ist ein Tool zum Auffinden und Entfernen von Spyware aller Art, darunter auch Hijacker, Rootkits und Trojaner. Die Redaktion von SoftwareKaufen.de hat diese nützliche Software genauer unter die Lupe genommen.
Die Installation geschieht schnell und reibungslos. Beim ersten Start wird zudem sofort eines von vielen regelmäßigen Updates durchgeführt, damit die Software immer auf dem aktuellsten Stand ist. Nachdem dieses abgeschlossen ist, wird der User von einem Bildschirm begrüßt, der ihm erklärt, dass Ad-Aware einen sogenannten “einfachen Modus” und einen erweiterten Modus besitzt, zwischen denen mittels eines Buttons in der linken unteren Ecke hin- und hergeschaltet werden kann. Im Folgenden wird zunächst der “einfache Modus” beschrieben.
Die Benutzeroberfläche ist sauber und übersichtlich. Es gibt drei auffällige zentrierte Buttons: Web-Update, System scannen und Ad-Watch live. Darunter wird jeweils der aktuelle Status angezeigt. “OK” bei Web-Update, was signalisiert, dass die Software auf dem aktuellsten Stand ist. “Echtzeitschutz aktiv” bei Ad-Watch live, was bedeutet, dass auch in Echtzeit auf Spyware Acht gegeben wird und nicht nur auf Befehl bei einem Systemscan. Dieser muss bei der Erstbenutzung allerdings noch durchgeführt werden.
Der Systemscan dauerte auf dem PC in der Redaktion in etwa eine Stunde, was zu verschmerzen ist, wenn man weiß, dass auch penibel in jeder staubigen Ecke nach Spyware gesucht wird. Dabei werden stets die bereits untersuchten und verdächtigen Objekte angezeigt. Die 227 Negativ-Treffer wurden von der Software danach automatisch bereinigt.
Im erweiterten Modus gibt es neben dem oben beschriebenen noch die Möglichkeit, Scans im Voraus zu planen sowie diverse Feineinstellungen vorzunehmen. Diese Umfassen unter anderem Einstellungen für Updates, Finetuning für den Systemscan (welche Bereiche sollen gescannt werden?) sowie Einstellungen für Ad-Watch live.
Alles in allem ist Ad-Aware ein unkompliziertes Tool für Windows Vista und XP, dass zwar ein wenig langsam aber überaus gründlich Spyware aller Art auffindet und ohne große Umschweife entsprechend damit umgeht. Die freie Version kann unter www.lavasoft.de heruntergeladen werden. Die Versionen Plus und Pro mit erweiterter Funktionalität sind für 26,95 € respektive 39,95 € zu haben.
| Gesamtwertung: | |
| Benutzerfreundlichkeit: | gut |
| Optik: | gut |
| Aktualität: | sehr gut |
| Funktionalität: | gut |
| Verfügbarkeit: | sehr gut |
Audials Tunebite 7
Tunebite 7 von Audials verspricht die problemlose Behandlung von Musikstücken oder Filmen, die mit dem DRM-Kopierschutz gesichert sind. Im Folgenden werden wir überprüfen, ob das Programm auch hält, was es verspricht. (Screenshot von audials.com)
Nach der Installation eröffnet sich dem User ein Programm, bei dem auf den ersten Blick die beiden Hauptfunktionalitäten “Konverter” und “Web” auffallen. Unten rechts springen zudem die Buttons “Details”, “WMP”, “Brennen”, “Handy” und “Gadget” ins Auge.
Hinter der Registerkarte “Konverter” versteckt sich die Hauptfunktion des Programms. Neben dem einfachen Konvertieren von beliebigen Mediendateien in andere Formate kann man auch automatisch nach DRM-geschützten Dateien suchen lassen, von denen Tunebite dann eine ungeschützte, legale Privatkopie anlegen kann. Der Vorgang des Konvertierens geschieht schnell und unproblematisch, wobei die wählbaren Dateiformate den typischen Abspielgeräten zugeordnet sind. Zum Beispiel muss man statt AAC oder MP4 lediglich iPod touch/iPhone auswählen, was entsprechend unwissenden Usern sehr entgegenkommt.
Unter der Registerkarte “Web” ist es möglich, im Internet abgespielte Musikstücke, z. B. von MySpace, last.fm oder YouTube, automatisch aufzuzeichnen. Tunebite speichert diese in seperaten MP3-Dateien und versieht sie - soweit vorhanden - mit ID3-Tags, Liedtexten und Coverbildern. Auch die Aufnahme von Videos oder Websites direkt vom Bildschirm ist problemlos möglich.
Mittels des Buttons “Details” gelangt man zu einer ausführlichen Übersicht aller aufgenommenen Medien und Dateien. Man kann diese nach Künstler, Genre oder Dateiordner auflisten lassen. Auch die entsprechenden Informationen (Künstler, Titel, Album, Cover, Text, …) zu den einzelnen Dateien werden hier angezeigt.
Die verbleibenden Buttons ermöglichen das Exportieren von Musik und Videos nach WMP/iTunes, das Brennen auf CD, das Erstellen eines Handy-Klingeltons und den Export nach einem mobilen Abspielgerät, wie z. B. iPodTouch.
Insgesamt stellt Tunebite 7 eine komfortable Lösung dar, wenn Probleme mit dem Abspielen von DRM-geschützten Dateien bestehen. Überdies ist es auch ein leistungsfähiger Universalrecorder. Viele vordefinierte Einstellungen erleichtern die Handhabung. Tunebite 7 kann als Freeware mit geringerem Funktionsumfang unter audials.com heruntergeladen werden. Die Platinum Edition bekommt man für 29,90 €.
| Gesamtwertung: | |
| Benutzerfreundlichkeit: | sehr gut |
| Optik: | sehr gut |
| Aktualität: | sehr gut |
| Funktionalität: | sehr gut |
| Preis-Leistungs-Verhältnis: | gut |
AudialsOne
AudialsOne ist die Komplettlösung zum völlig legalen Aufnehmen von Musik und Videos aus dem Internet. Wie das geht und welche netten Funktionen den User dabei erwarten, wird im nachfolgenden Testbericht erläutert.
Die Installation des Programms geschieht reibungslos und unproblematisch. Nach dem Start erscheint eine schick designte Oberfläche, die sich im Wesentlichen in sechs Registerkarten sowie den Player zur Wiedergabe von aufgenommener Musik und Videos gleidert. Im Folgenden beschreibe ich die über die Registerkarten zugänglichen Funktionen und die Funktionsweise des Players.
Radio. Hinter dieser Registerkarte versteckt sich die Oberfläche zur Verwaltung von Webradios. Es besteht die Möglichkeit, die verfügbaren Sender nach Genre geordnet zu suchen. Ich versuche es mit Jazz -> Big Band und klicke dann auf Aufnahme starten. Eine Liste mit Sendern erscheint, die ab diesem Zeitpunkt automatisch und parallel aufgezeichnet werden. Ich wähle einen schweizer Jazz-Kanal aus und kann durch einen Klick auf Play live mithören. Die ersten Ergebnisse der Aufnahme trudeln nach einigen Minuten ein. In meiner Mediabase (bzw. dem Player) erscheinen die kürzlich von den Sendern gespielten Tracks mit Titel, Interpret und einer Reihe von weiteren nützlichen Informationen. Es besteht zudem die Möglichkeit, Aufnahme-Aufträge zu definieren, z. B. nach Daten, Uhrzeit, Zeit oder der Anzahl der Tracks, die aufgenommen werden sollen. Auch das Ausgabeformat kann eingestellt werden. Hier besteht z. B. die Möglichkeit, MP3 (wobei aus Videos dann die Tonspur aufgezeichnet wird) oder Video für Windows Media Player zu wählen.
Suchen. Mit einem Klick auf diese Registerkarte gelangt man zur für viele wahrscheinlich Kernfunktion des Programms. Die Suche nach einem Künstler oder Titel liefert Videos und/oder MP3-Dateien (je nach Einstellung) als Ergebnis zurück. Diese können dann weiter nach Schlagwörtern oder Bewertung gefiltert werden. Hat man sich schließlich für eine Datei entschieden kann man diese auswählen und durch einen Klick auf Aufnehmen in den Player befördern lassen.
Wunschliste. Unter diesem Menüpunkt ist es möglich, sogenannte Wunschlisten anzufertigen, indem man Künstler und/oder Musiktitel hinzufügt. Durch einen Klick auf Erfüllen sucht AudialsOne automatisch (genau wie bei der Suchfunktion) in Musik-Websites und Online-Radios nach den gewünschten Titeln und importiert diese bei Erfolg in den Player.
Web. Diese Funktion fand ich persönlich besonders einfalls- und auch hilfreich. Bei Aktivierung werden alle im Browser abgespielten Medieninhalte automatisch aufgezeichnet und die jeweils aktuell angespielten Streams werden in einer Liste angezeigt. So ist es z. B. möglich, alles, was man sich auf LastFM oder YouTube anhört, automatisch in seinen Player befördern zu lassen :-).
Podcasts. Beim Abonnieren von Podcasts werden diese und die dazugehörigen Folgen automatisch aufgelistet. So ist es einfach möglich, auch ältere Beiträge anzuhören. Vollständig heruntergeladene Podcasts erscheinen zudem im Player.
Konverter. Der Konverter macht genau das, wonach es sich anhört: Dateien konvertieren. Den Eingabe- und Ausgabeformaten sind dabei nahezu keine Grenzen gesetzt. Besonders brilliant ist die Möglichkeit, auch durch DRM (Digital Rights Management - oft auch einfach Kopierschutz genannt) geschützte Medien zu konvertieren.
Player. Im Player werden die aufgenommenen Musikstücke und Videos gesammelt und verwaltet. So ist es z. B. möglich diese zu ordnen oder mittels Autotag zusätzliche Informationen wie Album, Tracknummer und Songtext im Internet zu suchen - sofern diese nicht wie bei den meisten Musikstücken schon automatisch angezeigt werden. Die Sortierung der Tracks im Player (der eigentlich eher eine Mediabase ist) geschieht nach Künstler, Genre oder Dateien, was die Navigation sehr einfach und intuitiv macht. Darüber hinaus kann man seine Musik in einen externen Player exportieren, ausgewählte Dateien auf CD brennen, Klingeltöne für Handys erstellen oder seine Musiksammlung auf ein mobiles Abspielgerät wie z. B. seinen iPod kopieren.
Neben den oben Beschriebenen Kernfunktionen verfügt die Software noch über eine gut lesbare und sehr nutzerfreundliche Hilfe sowie ein Optionsmenü, in dem viele tiefergehende Einstellungen, z. B. zu Standarddateiformaten, vorgenommen werden können.
Im Gesamten ist AudialsOne ein unglaublich mächtiges Tool für jeden Liebhaber digitaler Musik. Die Anzahl an verfügbaren Formaten ist ebenso genial wie das User Interface des Players und die Informationen, die dort bereitgestellt werden. Zu haben ist diese schöne Software als Freeware oder mit voller Funktionalität ab 44,90 €. Den Download, weitere Informationen und Hinweise zu Rechtsfragen finden Sie unter http://audials.com/de/audials/audialsone/.
| Gesamtwertung: | |
| Benutzerfreundlichkeit: | sehr gut |
| Optik: | sehr gut |
| Aktualität: | sehr gut |
| Funktionalität: | sehr gut |
| Preis-Leistungs-Verhältnis: | sehr gut |
Opera 10
Opera 10 ist die neueste Version des vom norwegischen Unternehmen Opera Software entwickelten Webbrowsers. Viele altbekannte und einige neue Funktionen versprechen ein komfortables Surferlebnis. Grund genug für SoftwareKaufen.de, dem neuen Opera einen ausführlichen Testbericht zu widmen.
Nachdem ich mir den Installer kostenlos von Opera.com heruntergeladen und ausgeführt habe, stürze ich mich kopfüber ins Surfvergnügen. Was mir zuallererst auffällt, ist die überaus edle Optik. Nun ist Aussehen zwar nicht alles, macht aber durchaus Lust auf mehr. Viele Funktionen, die man von den Marktführern Internet Explorer und Firefox gewohnt ist (z. B. Mausgesten und Tabbed Browsing), sind auch beim neuen Opera an Bord. Was viele allerdings nicht wissen ist, dass diese ihren Ursprung tatsächlich im Opera haben und von der Konkurrenz mehr oder weniger kopiert wurden. Weitere Standard-Funktionalitäten und -Tools, die mittlerweile zum “guten Ton” in der Browser-Benutzung gehören sind u. a. die Lesezeichen-Verwaltung, der Passwort-Manager und der Download-Manager.
Nach dem Start des Opera 10 werde ich zunächst gefragt, ob ich diesen als meinen Standardbrowser festlegen will. Eine Frage, die ich zunächst höflich übergehe, da ich eigentlich alteingesessener Firefox-User bin. Ich öffne eine neue Registerkarte und habe dort die Möglichkeit, bis zu neun Favoriten für die Schnellwahl-Funktion zu platzieren. Standardmäßig werden hier z. B. das Opera Portal, Preisvergleich.de, Amazon und My Opera angezeigt. Auch hiervon mache ich zunächst keinen Gebrauch und surfe stattdessen ein wenig im Internet herum und erforsche die Funktionen des Testkandidaten. Hier ist zunächst einmal zu erwähnen, dass der Opera 10 über einen integrierten PopUp- und Werbeblocker verfügt und hierzu keine zusätzlichen AddOns oder PlugIns vonnöten sind. Als nächstes fällt mir die sehr hübsche visuelle Tab-Vorschau auf, bei der der Inhalt einer Registerkarte als Mini-Screenshot angezeigt wird. So weiß man immer schon vorher, was einen erwartet - zumindest ein bisschen ;-). Besonders praktisch fand ich persönlich auch die Möglichkeit, markierte Stellen einer Website auf virtuellen Notizzetteln festzuhalten, die automatisch bei der Eingabe gespeichert werden und auch E-Mail versendet werden können. Dies geschieht durch Opera Mail, das ein kombinertes E-Mail-/News- und RSS-Reader-Programm darstellt. Hat man einmal einen Text markiert, so bieten sich auch im Kontextmenü vielfältige Möglichkeiten: Nachschlagen bei Wikipedia oder in einem Wörterbuch, Suchmaschinenauswahl oder auch die Übersetung in (momentan) 19 Sprachen. Zudem kann man durch einen Rechtsklick auf Suchfelder die entsprechende Suchfunktion direkt in die Adressleiste integrieren.
Die wesentlichste Neuerung im Opera-Browser der Version 10 ist aber der sogenannte Turbo-Modus. Dieser schleust eine angeforderte Website über einen Proxy-Server, wo diese vor der Darstellung im Browser komprimiert wird. So verbessert sich bei Bedarf die Leistung und Anzeigegeschwindigkeit - insbesondere bei langsamen Leitungen - erheblich. Auch für mobile Geräte (wie Palms etc.) ist diese Funktion von erheblichem Nutzen.
Weitere Funktionen und Tools, die das Nutzen des Opera 10 zu einem echten Surfvergnügen werden lassen werde ich im Folgenden in einer Kurzfassung darstellen.
Neben einem Adressbuch verfügt der Browser auch über einen eigenen IRC- sowie einen in den Download-Manager integrierten BitTorrent-Client. Mittels einer Widget-Engine ist es möglich, eben solche von widgets.opera.com herunterzuladen und in den Browser zu integrieren. Ebenfalls Erwähnung finden muss der Phishing-Filter, der seine Daten von GeoTrust und FishTank bezieht und den User vor Betrugsversuchen warnt. Momentan nur in English verfügbar ist die Steuerung über Sprachbefehle und das Vorlesen von Websites. Dieses geschieht per VoiceXML, wozu ein zusätzlicher Download benötigt wird. Zu guter Letzt dürfte die Entwickler unter den Lesern noch interessieren, dass Opera auch seine Dragonfly Entwicklerwerkzeuge in der Version 10 integriert hat.
Alles in allem hat mich der Opera 10, der für Windows, Mac und Linux kostenlos verfügbar ist, rundum überzeugt. Die merklich (und teilweise sogar gravierend) bessere Geschwindigkeit gegenüber anderen Browsern, der gewaltige Funktionsumfang und die fast vollständige Unterstützung von aktuellen Webstandards machen ihn zu einem nicht zu vernachlässigenden Konkurrenten für die aktuellen Marktführer.
| Gesamtwertung: | |
| Benutzerfreundlichkeit: | sehr gut |
| Optik: | sehr gut |
| Aktualität: | sehr gut |
| Funktionalität: | sehr gut |
| Verfügbarkeit: | sehr gut |
