Portrait Professional 9
Portrait Professional 9 verspricht hervorragende Portrait-Retusche mit minimalem Aufwand. Dieser Testbericht checkt, ob die Software dieses Versprechen auch halten kann.
Der Programmablauf glieder sich in fünf einfache Schritte, die ohne Einarbeitung wie bei jedem handelsüblichen Wizard durchgeführt werden können und im Folgenden geschildert werden:
Schritt 1: Zunächst muss man ein Bild laden, welches dann im Arbeits- und Ansichtsfenster in der Mitte des Bildschirms angezeigt wird. Es empfiehlt sich, dass die zu bearbeitenden Portraits bereits eine gute Qualität bezüglich Proportionen und Belichtung voweisen, da die Ergebnisse der Retusche am Ende sonst stark schwanken können.
Schritt 2: Im nächsten Schritt muss man das Geschlecht der portraitierten Person wählen (was Einfluss auf die später einzustellenden Konturen hat) und kann bei Bedarf die Ausrichtung des Bildes korrigieren.
Schritt 3: Hier legt man einige Ankerpunkte im Gesicht fest: linke Ecke des linken Auges, rechte Ecke des rechten Auges, Nasenspitze, sowie linke und rechte Ecke des Mundes. Diese werden benötigt für…
Schritt 4: In diesem Schritt werden die Konturen des Gesichts angepasst. Dies geschieht ganz einfach, indem man vorgegebene Umrisse (auch Masken genannt) mit Hilfe der Maus an die korekten Positionen bewegt. Das Programm benötigt hierbei die Konturen von Augen und Augenbrauen, des Mundes (wobei zwischen geschlossenem und geöffnetem Mund unterschieden wird) und der Nase, sowie eine komplette Gesichtskontur.
Schritt 5: Dieser letzte Schritt vollführt die eigentliche Bildverbesserung auf Basis des zuvor Eingestellten. Es werden Regler in einem Intervall von -100 bis 100 bereitgestellt, durch die der User für definierte Gesichtspartien den Grad der Retusche festlegen kann. Es exisitieren dabei Regler für Kopf, Kinn, Nase, Hals, Augen und Mund, durch die man die zuvor festgelegten Konturen in Positive (oder auch Negative) leicht verzerren kann. Darüber hinaus gibt es die sogenannten Hautregler. Diese dienen der Korrektur von Falten, Schatten, Poren, Glanz, Hautton und Ähnlichem.
Hat man diese fünf Schritte absolviert, so bleibt dem User nur noch, sein schönes neues Portrait zu speichern und fleißig für Bewerbungen, die persönliche Website und dergleichen zu verwenden. Es muss allerdings gesagt werden. dass - je nachdem wieviel man denn retuschiert hat - das korrigierte Bild durchaus an Schummelei grenzen kann. Daher ist die Software mit ein wenig Vorsicht zu genießen ;-).
Alles in allem bleibt festzuhalten, dass Portrait Professional 9, trotz einer überaus zeitsparenden und wirklich einfachen Handhabung, erstaunliche Resultate erzielen kann - gesetzt dem Fall, dass das Ausgangsmaterial nicht vollkommener fotografischer Schrott ist. Die Software ist verfügbar für Windows und Mac und kann unter http://www.portraitprofessional.com/de/ für 49,95 € käuflich erworben oder als Testversion heruntergeladen werden.
| Gesamtwertung: | |
| Benutzerfreundlichkeit: | sehr gut |
| Optik: | befriedigend |
| Aktualität: | sehr gut |
| Funktionalität: | gut |
| Preis/Leistungs-Verhältnis: | gut |
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