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Opera 10

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opera_10.jpgOpera 10 ist die neueste Version des vom norwegischen Unternehmen Opera Software entwickelten Webbrowsers. Viele altbekannte und einige neue Funktionen versprechen ein komfortables Surferlebnis. Grund genug für SoftwareKaufen.de, dem neuen Opera einen ausführlichen Testbericht zu widmen.

Nachdem ich mir den Installer kostenlos von Opera.com heruntergeladen und ausgeführt habe, stürze ich mich kopfüber ins Surfvergnügen. Was mir zuallererst auffällt, ist die überaus edle Optik. Nun ist Aussehen zwar nicht alles, macht aber durchaus Lust auf mehr. Viele Funktionen, die man von den Marktführern Internet Explorer und Firefox gewohnt ist (z. B. Mausgesten und Tabbed Browsing), sind auch beim neuen Opera an Bord. Was viele allerdings nicht wissen ist, dass diese ihren Ursprung tatsächlich im Opera haben und von der Konkurrenz mehr oder weniger kopiert wurden. Weitere Standard-Funktionalitäten und -Tools, die mittlerweile zum “guten Ton” in der Browser-Benutzung gehören sind u. a. die Lesezeichen-Verwaltung, der Passwort-Manager und der Download-Manager.

Nach dem Start des Opera 10 werde ich zunächst gefragt, ob ich diesen als meinen Standardbrowser festlegen will. Eine Frage, die ich zunächst höflich übergehe, da ich eigentlich alteingesessener Firefox-User bin. Ich öffne eine neue Registerkarte und habe dort die Möglichkeit, bis zu neun Favoriten für die Schnellwahl-Funktion zu platzieren. Standardmäßig werden hier z. B. das Opera Portal, Preisvergleich.de, Amazon und My Opera angezeigt. Auch hiervon mache ich zunächst keinen Gebrauch und surfe stattdessen ein wenig im Internet herum und erforsche die Funktionen des Testkandidaten. Hier ist zunächst einmal zu erwähnen, dass der Opera 10 über einen integrierten PopUp- und Werbeblocker verfügt und hierzu keine zusätzlichen AddOns oder PlugIns vonnöten sind. Als nächstes fällt mir die sehr hübsche visuelle Tab-Vorschau auf, bei der der Inhalt einer Registerkarte als Mini-Screenshot angezeigt wird. So weiß man immer schon vorher, was einen erwartet - zumindest ein bisschen ;-). Besonders praktisch fand ich persönlich auch die Möglichkeit, markierte Stellen einer Website auf virtuellen Notizzetteln festzuhalten, die automatisch bei der Eingabe gespeichert werden und auch E-Mail versendet werden können. Dies geschieht durch Opera Mail, das ein kombinertes E-Mail-/News- und RSS-Reader-Programm darstellt. Hat man einmal einen Text markiert, so bieten sich auch im Kontextmenü vielfältige Möglichkeiten: Nachschlagen bei Wikipedia oder in einem Wörterbuch, Suchmaschinenauswahl oder auch die Übersetung in (momentan) 19 Sprachen. Zudem kann man durch einen Rechtsklick auf Suchfelder die entsprechende Suchfunktion direkt in die Adressleiste integrieren.

Die wesentlichste Neuerung im Opera-Browser der Version 10 ist aber der sogenannte Turbo-Modus. Dieser schleust eine angeforderte Website über einen Proxy-Server, wo diese vor der Darstellung im Browser komprimiert wird. So verbessert sich bei Bedarf die Leistung und Anzeigegeschwindigkeit - insbesondere bei langsamen Leitungen - erheblich. Auch für mobile Geräte (wie Palms etc.) ist diese Funktion von erheblichem Nutzen.

Weitere Funktionen und Tools, die das Nutzen des Opera 10 zu einem echten Surfvergnügen werden lassen werde ich im Folgenden in einer Kurzfassung darstellen.

Neben einem Adressbuch verfügt der Browser auch über einen eigenen IRC- sowie einen in den Download-Manager integrierten BitTorrent-Client. Mittels einer Widget-Engine ist es möglich, eben solche von widgets.opera.com herunterzuladen und in den Browser zu integrieren. Ebenfalls Erwähnung finden muss der Phishing-Filter, der seine Daten von GeoTrust und FishTank bezieht und den User vor Betrugsversuchen warnt. Momentan nur in English verfügbar ist die Steuerung über Sprachbefehle und das Vorlesen von Websites. Dieses geschieht per VoiceXML, wozu ein zusätzlicher Download benötigt wird. Zu guter Letzt dürfte die Entwickler unter den Lesern noch interessieren, dass Opera auch seine Dragonfly Entwicklerwerkzeuge in der Version 10 integriert hat.

Alles in allem hat mich der Opera 10, der für Windows, Mac und Linux kostenlos verfügbar ist, rundum überzeugt. Die merklich (und teilweise sogar gravierend) bessere Geschwindigkeit gegenüber anderen Browsern, der gewaltige Funktionsumfang und die fast vollständige Unterstützung von aktuellen Webstandards machen ihn zu einem nicht zu vernachlässigenden Konkurrenten für die aktuellen Marktführer.

Gesamtwertung:
Benutzerfreundlichkeit: sehr gut
Optik: sehr gut
Aktualität: sehr gut
Funktionalität: sehr gut
Verfügbarkeit: sehr gut

Verfasst von max

28. September 2009 um 9:33

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