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KeePass

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keepass_large.jpgKeePass ist heutzutage der Quasi-Standard zur sicheren Passwortverwaltung. Aktuell gibt es das Programm in den Versionen 1.16 und 2.07. Auf http://keepass.info kann man sich beide Versionen sowohl als Installer für Windows-Systeme als auch als ZIP-Archiv (für das keine weitere Installation nötig ist) herunterladen. Die Version 2.07 setzt dabei zwar entweder das .NET-Framework von Windows oder eine installierte Distribution von Mono voraus, läuft dafür (bei Mono) aber auch unter Linux, Mac OS X und BSD.

Ich entscheide mich für die Version 1.16, weil ich (aus eigener Erfahrung) keine Lust auf eine Installation von .NET habe. Dazu besorge ich mir noch die deutsche Übersetzung. Da ich mir die Standalone-Variante ohne Installation heruntergeladen habe, muss ich lediglich das Archiv extrahieren und die KeePass.exe ausführen. Das Programm läuft. Soweit schonmal wunderbar. Ich lege eine neue Datenbank an, zu der ich auch direkt ein Master-Passwort angeben muss. Ein Balken unter dem Eingabefeld zeigt mir durch Farbton und Länge an, wie sicher das von mir gewählte Passwort ist.

Die (noch leere) Datenbank wird geöffnet und ist praktischerweise direkt unterteilt in die Kategorien Windows, Network, E-Mail, Internet und Homebanking. Ich lege mir für die Internet-Kategorie ein paar Einträge an. Innerhalb der Einträge kann man seinen Benutzernamen, Passwort, die betreffende URL, eigene Kommentare und sogar eine Ablaufzeit angeben. Die Passwörter selbst werden in KeePass nicht angezeigt, sondern müssen mittels eines Kopierbefehls in die Zwischenablage befördert werden. So kann einem keiner unbemerkt beim Passwort-Nachschauen über die Schulter gucken.

Will man sich bei geöffnetem KeePass schnell mal einen Kaffee holen und vertraut den Kollegen nicht so richtig, kann man die Arbeitsfläche sperren, wobei zum Entsperren das Master-Passwort benötigt wird. Weitere nützliche Features sind der Passwort-Generator, der nach eigenen Vorgaben (mehr oder weniger) todsichere Passwörter bastelt und der TAN-Assistent.

KeePass benutzt zum Verschlüsseln der Datenbanken (wie viele Banken) die derzeit sichersten Methoden AES und Twofish. Laut Herstellerangaben würde ein Angriff auf eine Datenbank mit allen Computern der Welt immer noch länger brauchen als das Universum existiert. Hört sich doch sehr beruhigend an :-). Insgesamt macht KeePass einen überaus professionellen und durchdachten Eindruck und ist ein wirklich nützliches Tool für alle, denen hier und da schon einmal ein Passwort entfällt oder die ihre Passwortsicherheit im Internet verbessern wollen. Die Hilfe ist übersichtlich und leicht verständlich, aber leider nicht auf Deutsch verfügbar. Und wem das eigentliche KeePass nicht reicht, der kann sich an einer oder mehreren der zahlreichen Extensions vergreifen.

Gesamtwertung:
Benutzerfreundlichkeit: gut
Optik: gut
Aktualität: sehr gut
Funktionalität: sehr gut
Verfügbarkeit: sehr gut

Verfasst von max

9. Juni 2009 um 11:03

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